Treffen in Sombernon

2017 Gruppenfoto Sonbernon

Herzliches Miteinander beim Partnerschaftstreffen in Sombernon

Die Partnerschaft zwischen Lauterecken und dem im Burgund liegenden Städtchen Sombernon hält mittlerweile über vierzig Jahre. Alle zwei Jahre sieht man sich zu einem Partnerschaftstreffen, immer abwechselnd mal in dem einen, mal dem anderen Land. Darüber hinaus werden die jeweiligen Weihnachtsmärkte mit einem Stand der Partnerschaftsstadt beschickt, an dem lokale Spezialitäten angeboten werden. Zudem haben sich zahlreiche Freundschaften gebildet und es erfolgen viele private Besuche.

Vor kurzem war es wieder soweit – der turnusmäßige Besuch in Sombernon stand an. Wie üblich trug die Veldenzstadt die Kosten für den Bus und der Förderverein Partnerschaft übernahm die Organisation auf deutscher Seite. Auf französischer Seite hatte das Partnerschaftskomitee unter der Leitung von Gérard Delacroix viele Gastfamilien gefunden und ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Die Begrüßung beim Eintreffen in Sombernon am Freitagabend war wie gewohnt herzlich und temperamentvoll. Das Komitee hatte ein umfangreiches Büffet aufgebaut, dem gerne nach der langen Anreise zugesprochen wurde. Der Samstag begann mit einer interessanten Besichtigung des „Cassissium“, einer Fabrik in Nuits-Saint-Georges zur Herstellung des berühmten Cassis de Dijon. Dieser wird aus schwarzen Johannisbeeren gewonnen, die mehrere Wochen in Agraralkohol eingelegt werden – ein „Angesetzter“, wie wir sagen würden. Eine Verkostung des bekannten Kir, Weiß- oder Rotwein mit Cassis, rundete das Programm ab. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es nach Dijon, wo mit einem deutschsprachigen Fremdenführer die malerische Innenstadt besichtigt wurde.

Höhepunkt war, wie bei jedem Besuch, der Partnerschaftsabend mit Galadiner für alle Gäste und Gastgeber sowie lokale Prominenz und Vertreter der Partnerschaftsverbände. In ihren Ansprachen betonten beide, Rémy Garrot, Bürgermeister von Sombernon und Heinrich Steinhauer, Bürgermeister von Lauterecken, die Bedeutung freundschaftlicher Kontakte in Zeiten schwieriger europäischer Rahmenbedingungen. Gérard Delacroix und Brigitte Kölsch, die Vorsitzenden der Partnerschaftsgremien, nutzten die Gelegenheit, um sich bei allen Mitwirkenden zu bedanken.

Der Sonntag war den Familien vorbehalten, doch konnte man eine Modellflugzeugvorführung, die auch von Martin Thiel mitgestaltet wurde, oder eine große Sportveranstaltung in einem Nachbardorf besuchen. Eine deutsche Delegation und der Leitung Heinrich Steinhauers begab sich zusammen mit den französischen Gastgebern zum Grab des kürzlich verstorbenen Jean-Claude Marin, einem der Gründungsväter der Partnerschaft, um dort Blumen nieder zu legen.

Stadtbürgermeister Heinrich Steinhauer und Fördervereinsvorsitzende Brigitte Kölsch zeigten sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Nicht nur war das Programm äußerst gelungen, auch die hohe Teilnehmerzahl war erfreulich, zumal auch eine ganze Reihe Jugendlicher zur Mitfahrt gewonnen werden konnte. Wie sagte einer der Teilnehmer: „Gut gegessen, viel gesehen, wenig geschlafen!“